>gegend.teil<
von ferdinand kreuzer
 
 

 

im sommer 2008 zeigte sich die galerie als raum konzeptueller geschichten und ermöglichte eine betrachtung der verhältnisse, denen wir alle im grunde unterworfen sind. aus erinnerungs- und fundstücken komponierte skulpturen erzählen von leiden und schmerz, vom leben und sterben, vom schönen und grausamen, von transzendenz und immanenz, und fordern, sich ohne scheu auf gedanken, assoziationen und gefühle einzulassen.
 
translozierungen entstehen in sinnlicher form, die kein innen oder außen, noch oben oder unten, erkennen lassen. frei nach paul claudel, dass das nicht dargestellte, die leere zwischen den skulpturen ebenso wichtig ist wie das objekt. leere und werk brauchen einander. irritationen sind vorprogrammiert. weil abgetrieben vom gemühl einer großstadt, stehend im raum, unabhängig des betrachters, wächst die sache kontinuierlich und entwickelt eine immer stärker werdende eigendynamik. steigert sich vom merkantilischen fan zum schillernden thron, auf dem eine animalische kreatur platz genommen hat, um huldigungen einer umtriebigen, nekrophilen gesellschaft entgegen zu nehmen.

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                                           die schnelle eingreiftruppe