I. krippenbiennale 06
 
 
   
 
                                 preis:gestiftet von ferdinand kreuzer

 

weihnachtsausstellung mit krippendarstellungen von kärntner künstlern aus dem mölltal bis zum lavanttal und einige exponate zeitgenössischer kärntner krippen aus der sammlung uli keller. im rahmen der ausstellung wurden die weihnachtskrippen von einer hochkarätigen jury bewertet.
dem preisträger des ersten preises wurde der „lavanttaler“, eine moderne figur aus holz, zuerkannt.
 
jurymitglieder waren frau margit hubmann vom land kärnten – kulturabteilung, dr. eduard mahlknecht diözesankonservator und dr. peter zernig kulturstadtrat aus wolfsberg. sie erkoren den aus flattach im mölltal stammenden holzbildhauer heinrich untergantschnig zum gewinner des ersten preises. untergantschnigs aus lärchenholz gefertigte krippe trug den titel „obdachlos“. das thema entstand unter dem einfluss des krieges in bosnien sowie der erfrierenden obdachlosen, die der kärntner während der zwei jahre seines besuches der meisterschule in münchen erlebt hatte.
 
der zweite preis ging an die gebürtige gailtalerin eva wassertheurer mit ihrer bretterkrippe – malerei auf holz. die figuren sind reduziert zu zeichenhaften, archaischen formen. dennoch ist das krippengeschehen deutlich zu erkennen. ein hintergrund fehlt gänzlich, damit hebt sie die szene aus der zeit und stellt die geburt jesu in unsere gegenwart.
 
der dritte preis ging an die „kreuz krippe“ – installation von ferdinand kreuzer. die installation, bestehend aus tüchern, gesicht aus papier und holz, stellt symbolisch die geburt jesu christi dar, jesus als erlöser der welt - die erlösung der menschen durch christus über das kreuz. die darstellung deutet damit ein ganzes menschenleben an, wo schon bei der geburt feststeht, dass dieser mensch auch wieder sterben muss. für die advent – und weihnachtszeit eine etwas berührende und nachdenkliche installation, die trotzdem bei den besuchern viel anerkennung fand.
 
 
 
1. preis: heinrich untergantschnig                      3. preis: ferdinand kreuzer
 
 
 
 
 
                 2. preis: eva wassertheurer