brandheiß

5.juli - 31.august 2014

vernissage: 5.juli 16.ooh

facettenreiche einstiege in brennende themen. seismografische reflexionen von wolfgang daborer, walter melcher, ronald zechner und klaus zlattinger.

ronald zechners roboter der vergangenen zeit sind ausgangspunkt der auseinandersetzung mit der gegenwart, der bedrohung durch epidemien und deren folgen.in brandheiß stellt er die schutzmaßnahmen gegen die vogelgrippe in beziehung zum spiel der mächtigen. zum werk zechners schreibt peter funken (berlin): wir sind zugleich alles, so dachten wir bislang - maschine und kreator, kreatur und ding zugleich - was wirklich geht, nimmt man die begriffe beim schopf und zieht sich selbst daran, so wie einst münchhausen, aus dem sumpf und ins maschinenhaus, aus dem man vorher herausgefallen war.

wolfgang daborer ist die lichtverschmutzung (lichtsmog)ein brandheißes thema.seine experimentellen fotografien zeigen langzeitbelichtungen einer urbanen nacht. das so wichtige, schöne schwarz der nacht wird durch dauernd vorhandene lichquellen gestört. das ergebnis - lichtsmog steht farbenfrohen lichtlinien auf schwarzem grund gegenüber. walter melcher bringt es auf den punkt - das brandheiße und die reststoffverwertung und drückt damit dem zeitgeist auf´s auge. klaus zlattinger brennt für hotspots. die hand, die zugreift, als metapher - als "hotspot" bekommt durch ihre hellere bzw. dunklere farbe bedeutung. "big brother" lässt als realität gewordene sciencefiction grüßen.

  

wolfgang daborer: lichtverschmutzung (lichtsmog)

  

wolfgang daborer: lichtverschmutzung           klaus zlattinger: hotspots

  

klaus zlattinger: hotspots

  

walter melcher: credo in rationem...           ronald zechner: installation

  

ronald zechner:  das spiel der mächtigen

  

ronald zechner:  gasmasken      und           impressionistischer farbschussapparat

  

raumansichten