ikonen
abdo badwi, silva bosinova-deskoska, renate petutschnnig, gerhard meisslitzer und rene walzl–schatz
 
 

 

auch wenn die ikone als das kultbild der orthodoxen ostkirchen des byzantinischen ritus gilt, hat sie mittlerweile auch in unseren breiten große spirituelle bedeutung erlangt. dem will auch die galerie muh rechnung tragen und zeigt keineswegs beliebige ikonen, sondern stellt werke von ikonenmalern aus kärnten und dem libanon einander gegenüber.
 
erstmals werden dabei auch zeitgenössische syrische ikonen von abdo badwi in österreich ausgestellt. der direktor der abteilung für christliche kunst an der universität kaslik im libanon versucht in seinem künstlerischen schaffen an die alte tradition der miniaturen des rabbula - evangeliars aus dem 6. jahrhundert, das ein mönch geschrieben und mit szenen aus der bibel ausgeschmückt hat, und fresken vieler alter kirchen im libanon und in syrien anzuschließen und damit die syrische ikonographie in zeitgemäßer formgebung zu erneuern.
 
professor badwi strebt das ziel durch rückführung auf klare einfache formen an, was z.b. auf der ikone „christi geburt“ sehr gut zum ausdruck kommt. der mann, der heilige josef, hat sein wachsames auge auf das kind gerichtet, die mutter, maria, sitzt gelöst und tief versunken, wie es im lukasevangelium geschrieben steht:„maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem herzen und dachte darüber nach.“ das kind jesus schaut uns an, als wollte es sagen: „für euch bin ich mensch geworden.“
 
aus den reihen der kärntner ikonenmaler konnte auch die gebürtige rumänin silva bosinova-deskoska gewonnen werden. weiters waren ikonen von renate petutschnnig, gerhard meisslitzer und rene walzl–schatz ausgestellt.

meisslitzer wendet sich in seinem schaffen mehr dem russischen zweig der ikonendarstellungen zu.

 

abdo badwi                                                renate petutschnig

gerhard meisslitzer                                 silvia bosinova-deskoska